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Merkmale bindiger Boden


Eine Verfüllung des Arbeitsraumes um das Gebäude mit dem vorhandenen Aushubmaterial, sofern dieses bindige Bestandteile enthält, ist nicht zulässig.

Der bindige Boden ist nicht in der Lage, einen Sickerwasserfluss zu gewährleisten. Es kann somit zum Aufstau von Wasser kommen. Dies wiederum kann zur Folge haben, dass sich der Lastfall ändert, für den die Abdichtung ursprünglich geplant war. 

Normgemäß ist die Verfüllung des Arbeitsraumes, die Herstellung der Dränschicht sowie die Umhüllung der Dränleitung mit einem Mischfilter aus Kiessand (Sieblinie B32 oder A8). So ist es oft sinnvoller und vor allem richtig, in Fällen, wo bindiger Boden ansteht, die Abdeckung der Dränschicht mit einem Grobkies oder Schotter (dieser im Sockelbereich um das Haus geführte Traufstreifen ist dann gleichzeitig Spritzschutz und trennt huminsäurehaltigen Mutterboden vom Putz und die feuchte Erdzone von der Luftzone) auszuführen. Außerdem wird dadurch vermieden, dass Oberflächenwasser über Kellerfenster oder Lichtschächte eindringt.

Die Lichtschächte tieferliegender Kellerfenster sollten durchaus an die Dränleitung angeschlossen werden. Derartiges Material, das im Bereich der Sieblinie für Frostschutzkies im Straßenbau liegt, kann als filterfest gegen die üblicherweise anstehenden Böden und auch gegenüber den bis zu 1,2 mm breiten Schlitzen der Dränleitung angesehen werden.

Aus diesen Gesichtspunkten gesehen ist es also notwendig, bei bindigem Boden eine Steinpackung als Dränschicht einzubauen. Es ist darauf zu achten, dass die Dränschicht mit einem Filtervlies vor dem Einschlämmen von Boden in die Filterschicht verhindert wird, es sei denn die eingebaute Schicht ist so dick, dass sich ein natürlicher Filter aufbauen kann.