Inhalt


Abdichtung mit KMB


Übersichtstabelle:

Zuordnung der Abdichtungsarten nach dieser Norm zu Wasserbeanspruncheung
und Bodenart (pdf, 56 KB)

Allgemein gilt:

  • es ist geschultes Personal erforderlich,
  • frostfreier Untergrund,
  • bis zum Erreichen der Regenfestigkeit kein Regen,
  • bis zur Durchtrocknung keine Wasserbelastung und kein Frost,
  • bei starker Wärmeeinwirkung Gefahr der Blasenbildung,
  • nur auf flächigen, ebenen Untergründen aufbringen,
  • auch Mindest-Nassschichtdicke darf nicht um mehr als 100 % überschritten werden,
  • schwierige Prüfung der Nassschichtdicke,
  • Prüfnachweis ist zu erbringen

Wer nur nach VOB/C ausschreibt, entscheidet sich ausschließlich für Bahnenabdichtung! (Prof. Motzke)


Kunststoffmodifizierte Bitumendickbeschichtungen sind in die DIN 18195 wie folgt eingeflossen:

Bei Abdichtungen gegen

Bodenfeuchte, nichtstauendes Sickerwasser

  • DIN 18195-4, Wände, Bodenplatte
  • Abdichtung muss 30 mm über Gelände gehen, Endzustand 15 mm
  • Abdichtung unter Wänden
  • keine KMB zulässig
  • in 2 Arbeitsgängen aufbringen frisch – frisch TSD 3 mm
  • Schutzschicht erst nach Austrocknung
  • Bemessungswasserstand wenn keine Dränung, ansonsten 18195- 6

nichtstauendes Sickerwasser, Nassräume, auf Deckenflächen im Freien:

  • DIN 18195-5 Abschnitt 8.2 
  • in 2 Arbeitsgängen aufbringen frisch – frisch TSD 3 mm
  • Gewebeverstärkung zur Kontrolle Mindestschichtdicke
  • Abdichtung für hohe Beanspruchung keine KMB zulässig

zeitweise aufstauendes Sickerwasser, außen drückendes Wasser keine KMB/ aufstauendes Sickerwasser ja

  • DIN 18195-6 Abschnitt 9
  • Bemessungswasserstand langjährig beobachten!!
  • Abdichtung muss 30 mm über Gelände
  • Risse von 0,5 – 1,0 mm müssen frischüberdeckt werden können
  • Gründungstiefe bis 3 m, UK Kellersohle 300 mm über 

Abdichtung drückendes Wasser:

  • keine KMB/aufstauendes Sickerwasser
  • 2 Arbeitsgängen aufbringen, nach 1 Arbeitsgang Verstärkungsl. TSD 4 mm Auftrag nicht frisch – frisch

              18195-3 5.4.4 „Die Schichtdickenkontrolle hat in frischem Zustand durch das Messen der Nassschichtdicke (mind. 20 Messungen je Ausführungsprojekt) zu erfolgen. Bei zwei Aufträgen mit Verstärkungseinlage sind beide Schichtdicken gesondert zu kontrollieren.

              Die Überprüfung der Durchtrocknung muss an einer Referenzprobe zerstörend mittels Keilschnittverfahren erfolgen. Die Referenzprobe besteht aus dem an dem Objekt vorhandenen Untergrund (z.B. Mauerstein), der in der Baugrube gelagert wird.