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Der neue Gebäudeenergieausweis für den Altbestand


Rechtsgrundlagen – Inhalt – Pflichten – Aussteller – Kosten > Stand: 27.06.2007

Welche neuen Pflichten gibt es und ab wann greifen sie?

Die Energieeinsparverordnung, in welcher die Anforderungen an den Gebäudeenergieausweis geregelt werden, wird gerade überarbeitet. Bisher benötigt man einen Energiepass beim Neubau und bei wesentlichen Änderungen eines Gebäudes. Nach der Novelle der Energieeinsparverordnung ist mit der Einführung des Energieausweises für den Altbestand schrittweise für im Jahr 2008 zu rechnen.

Zeitplan für die Einführung des Energieausweises für Altbestand:

  • Wohngebäude bis 1965 – Ab 1.Juli 2008
  • Wohngebäude ab 1965 – Ab 1.Januar 2009
  • Nichtwohngebäude – Ab 1.Juli 2009

Beim Bau, Verkauf oder der Vermietung einer Immobilie muss der Hauseigentümer in Zukunft einen Gebäudeenergieausweis vorlegen. Käufer, Mieter oder Pächter haben das Recht, sich den Gebäudeenergieausweis vor Vertragsschluss vorlegen zu lassen.


Welchen Inhalt hat der neue Gebäudeenergieausweis?

Der Gebäudeenergieausweis soll wichtige Informationen zum energetischen Zustand eines Gebäudes enthalten und dessen Gesamtenergieeffizienz darstellen. Mit den beschriebenen Modernisierungstipps setzt der Gebäudeenergieausweis einen wichtigen Anreiz zur energetischen Sanierung.

Die Gültigkeit des Ausweises wird maximal 10 Jahre betragen.

Grundsätzlich gibt es zwei Arten von Gebäudeenergieausweisen. Sie sind entweder am Energiebedarf oder am Energieverbrauch orientiert. Bis zum 1. Oktober besteht nach den derzeitigen Planungen die Wahlfreiheit zwischen dem bedarfs- oder dem verbrauchsorientierten Gebäudeenergieausweis.


Wer braucht einen bedarfs- oder verbrauchsorientierten Gebäudeenergieausweis?

  • Wohngebäude bis zu vier Wohneinheiten, mit Standard mind. der Wärmeschutzverordnung 1977 » Wahlfreiheit
  • Wohngebäude mit mehr als vier Wohneinheiten » Wahlfreiheit
  • Wohngebäude mit bis zu vier Wohneinheiten von 1977 – Ausnahme: Einhaltung des energetischen Standards » bedarfsorientierter Gebäudeenergieausweis
  • Nichtwohngebäude » Wahlfreiheit

Wer darf den Energieausweis in Zukunft ausstellen?

Bisher können die Energieausweise für Neubauten und wesentliche Änderungen von so genannten Bauvorlageberechtigten nach der Niedersächsischen Bau- und ihrer Durchführungsverordnung ausgestellt werden. Dabei handelt es sich um Architekten, Bauingenieure, Ingenieure in den Fachrichtungen Architektur, Hochbau, etc.

Im Rahmen der Novelle Energieeinsparverordnung wird der Kreis der Ausstellungsberechtigten für den Gebäudeenergieausweis für den Altbestand demgegenüber erweitert. Grundsätzlich müssen die Aussteller eine baunahe Ausbildung als Eingangsqualifikation haben. Darunter fallen neben den oben genannten Akteuren Absolventen von Hoch- und Fachschulen der Fachrichtung Innenarchitektur, Handwerker aus dem Bereich Hoch-, Installations- und Heizungsbau sowie Schornsteinfeger.

Weitere Informationen zum aktuellen Stand der Novelle finden Sie auf den Internetseiten: 


Welche Kosten entstehen für die Ausstellung eines Energieausweises?

Anfang 2007 wurden Preise für Verbrauchsausweise in Höhe von 50 Euro genannt. Bei Vorliegen der erforderlichen Informationen können Bedarfsausweise für Ein- und Zweifamilienhäuser im günstigsten Fall für 200 Euro erstellt werden. Für größere Gebäude muss mit deutlich höheren Kosten gerechnet werden.

Wo finde ich weitere Informationen?


Hinweis: Diese Aufstellung soll – als Service – nur erste Hinweise geben und erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Obwohl sie mit größtmöglicher Sorgfalt erstellt wurde, kann eine Haftung für die inhaltliche Richtigkeit übernommen werden.